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Nachhaltigkeit & Technologie

Toyota startet klimaneutrale Produktion in seinem britischen Motorenwerk

  • Das Werk in Deeside von Toyota Motor Manufacturing UK wird die erste CO₂-neutrale Produktionsstätte von Toyota ausserhalb Japans sein*

  • Ein Meilenstein für TMUK und Toyota Motor Europe, der durch den Einsatz erneuerbarer Energiequellen sowie die Vermeidung von Abfall und fossilen Brennstoffen erreicht wurde

  • Eine anaerobe Biogasanlage verwertet lokale Abfälle, um die Anlage mit Biomethan zu versorgen, wodurch jährlich fast 3000 Tonnen CO₂ eingespart werden

  • Recyceltes Aluminium aus ausgedienten Leichtmetallfelgen wird zu neuen Motorblöcken verarbeitet, die in Deeside hergestellt werden, und unterstützt damit Toyotas umfassendere Ziele im Bereich der Kreislaufwirtschaft

  • TME strebt bis 2030 eine klimaneutrale Produktion an allen seinen europäischen Produktionsstandorten an

  • Toyota verfolgt bei der Dekarbonisierung einen technologieneutralen Ansatz im Rahmen seiner Mehrwegstrategie, die unter anderem die Entwicklung von Lösungen auf Basis von Wasserstoff und erneuerbaren Kraftstoffen umfasst

Toyota Motor Europe (TME) gibt den Startschuss für die klimaneutrale Produktion in seinem britischen Motorenwerk in Deeside, Nordwales*. Dies ist ein bahnbrechender Meilenstein für den Standort und markiert Toyotas ersten Übergang zu einer klimaneutralen Produktion ausserhalb Japans.

Bei einer Feier in Deeside sagte Dariusz Mikolajczak, Geschäftsführer von TMUK:

«Seit mehr als drei Jahrzehnten suchen unsere Mitglieder nach Wegen, den Energieverbrauch zu senken, die CO₂-Emissionen zu reduzieren, Abfall zu vermeiden, die Effizienz zu steigern und unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern. Oft geschah dies durch Grossprojekte und neue Technologien, aber ebenso oft durch Tausende kleiner Verbesserungen, die von Menschen vorgenommen wurden, die einfach fragten: ‹Können wir das besser machen?› Diese Einstellung hat uns zu diesem Meilenstein geführt: Wir nehmen nun die klimaneutrale Produktion auf und sind damit das erste Toyota-Werk ausserhalb Japans, das auf einen klimaneutralen Fertigungsbetrieb umstellt.»

Durch die Inbetriebnahme einer anaeroben Vergärungsanlage in unmittelbarer Nähe des Werks ist es TMUK Deeside gelungen, die verbleibende Emissionslücke zu schliessen und den letzten Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Produktion sowie zur Erfüllung der internationalen Norm ISO 14068* zu vollziehen. Diese Energiegewinnungsanlage aus Abfall versorgt das Werk über unterirdische Rohrleitungen und Kabel mit Biomethan und Strom und ersetzt damit die herkömmlichen, auf fossilen Brennstoffen basierenden Energiequellen.

Die Vergäranlage ist ein privat finanziertes Projekt im Wert von 282 Millionen Pfund (ca. 310 Millionen Franken), das jährlich rund 180’000 Tonnen Abfall aus der umliegenden Gemeinde Deeside verarbeiten kann. Dieses wird von Bakterien zersetzt, wodurch Biomethan entsteht, das in der Fabrik anstelle von Erdgas genutzt wird, wodurch jährlich fast 3000 Tonnen CO₂-Emissionen eingespart werden. TMUK Deeside nutzt zudem Strom aus erneuerbaren Energiequellen und hat die Deponierung von Abfällen vollständig eingestellt.

Der Meilenstein von TMUK Deeside bringt Toyota seinem Ziel näher, bis 2030 an allen europäischen Produktionsstandorten eine klimaneutrale Produktion zu erreichen.

«Herzlichen Glückwunsch an Toyota zur Erreichung der CO₂-Neutralität im Werk Deeside. Toyota ist ein bedeutender Arbeitgeber, der sich seit langem und mit Stolz für Nordwales engagiert, und dies ist ein Beweis für die talentierten Mitarbeiter hier, die hart gearbeitet haben, um diesen wichtigen Meilenstein zu erreichen. Die britische Regierung ist sich bewusst, wie wichtig es ist, den Klimawandel zu bekämpfen, und dass dies nur durch die Zusammenarbeit mit zukunftsorientierten Unternehmen wie Toyota gelingen kann.» – Stephen Kinnock, Staatssekretär für Wales

Ein mehrgleisiger Ansatz zur Erreichung der CO₂-Neutralität

Yoshihiro Nakata, Präsident und CEO von Toyota Motor Europe, erläuterte die Philosophie, die Toyotas umfassenden Ansatz zur Dekarbonisierung prägt:

«Bei Toyota ging unsere Vision schon immer über das Auto hinaus. Unser Ziel ist es, Mobilität für alle zu ermöglichen und niemanden zurückzulassen. Das bedeutet, den Übergang zur CO₂-Neutralität auf eine Weise zu unterstützen, die inklusiv und praxisorientiert ist und auf konkrete Auswirkungen in der Praxis abzielt. Wir sind auf dem Weg zur CO₂-Neutralität entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette und reduzieren gleichzeitig unsere Abhängigkeit von endlichen Ressourcen durch Kreislaufkonzepte, die dafür sorgen, dass wertvolle Materialien länger im Umlauf bleiben. Doch unser Ehrgeiz endet nicht, wenn ein Fahrzeug das Werk verlässt. Wir arbeiten daran, unsere Produktionsprozesse zu dekarbonisieren, den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien zu steigern, die Energieeffizienz zu verbessern und neue Wege zu erschliessen, um die Umweltbelastung über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs hinweg zu verringern.»

Ein Beispiel für den Kreislaufansatz sind Toyotas Bemühungen, Aluminium aus Altfahrzeugen zurückzugewinnen und wieder in die Produktion einzubringen. In Grossbritannien wird recyceltes Aluminium aus Leichtmetallfelgen bereits zu neuen Motorblöcken verarbeitet, die in Deeside hergestellt werden. Dies zeigt, wie eine kreislauforientierte Ressourcennutzung sowohl zur CO₂-Reduzierung als auch zur Materialeffizienz beitragen kann.

TMUK Deeside ist das europäische Produktionszentrum für die 1,8-Liter-Hybrid- und Benzinmotoren, die in den Modellen Corolla und Toyota C-HR zum Einsatz kommen. Seit Aufnahme der Produktion im Jahr 1992 wurden dort mehr als sechs Millionen Einheiten für Toyota-Werke in Europa und weltweit hergestellt. Zu den bemerkenswerten Errungenschaften des Werks zählt auch, dass es als erstes Toyota-Werk im Ausland mit der Fertigung von Motoren für Hybridsysteme begonnen hat.

*Hinweise für die Redaktion
TMUK Deeside hat die Technologien, erneuerbaren Energiequellen und betrieblichen Massnahmen umgesetzt, die für den Betrieb im Rahmen des Konzepts der CO₂-neutralen Fertigung von Toyota erforderlich sind. Die Einhaltung der Kriterien von Toyota für eine klimaneutrale Produktion wird im Rahmen des jährlichen Emissionsberichtszyklus des Standorts überwacht und überprüft. Die vollständige Zertifizierung wird nach einem vollständigen 12-monatigen Produktionszyklus im Jahr 2027 erfolgen.